Stationsweg in der Fastenzeit

Der Ausschuss Mission – Entwicklung – Frieden des Pfarrgemeinderates der katholischen Kirchengemeinden Bad Laer und Remsede lädt zu einem Stationsweg in der Fastenzeit ein. Diese Zeit ist traditionell eine Zeit der Besinnung und der Reflexion auf das eigene Leben. Sie lädt zur Umkehr von Wegen und Lebensstilen ein, die uns von Gott und von einem gelingenden Leben wegführen.

Es gibt fünf Stationen an unterschiedlichen Orten in Bad Laer, die sich kritisch mit verschiedenen Themen beschäftigen. Diese Stationen bleiben bis zum Misereor Sonntag, also dem 5. Fastensonntag, 21. März bestehen. Sie können diese Stationen als Einzelperson oder als Familie nacheinander oder Stationsweise in der Fastenzeit besuchen. Es gibt keine Reihenfolge, die beachtet muss. Am Sonntag, 21. Februar findet um 14:00 Uhr eine Andacht zum Auftakt im Kurpark Bad Laer ein.

Die Stationen befinden sich an folgenden Orten:

1.           Station: Kurpark Bad Laer. Hier geht es um die Ressourcen dieser Welt. Wieviel Wasser verbrauchen wir beispielsweise zur Erzeugung von einem Liter Milch? Wieviel Wasser hat ein Mensch in Libyen täglich zur Verfügung?

2.           Station: Am Kriegerdenkmal. Dort stellen wir uns dem Thema „Befreiung von Gewalt und Krieg“. Wie viele Menschen sind auf der Flucht? Woher kommen all die Waffen, mit denen Kriege geführt werden? Dienen Waffenexporte dem Frieden oder fördern sie die Konfliktbereitschaft?

3.           Station: Heimatmuseum. Hier geht es um die Befreiung von Ausbeutung und Ungerechtigkeit. Wie und wo wird unsere Kleidung gefertigt? Was bleibt den Menschen in den Ländern des Südens beispielsweise nach der Kakaoernte zum Leben? Wie können wir sie unterstützen?

4.           Station: „Alter Kleiderladen“ an der Kesselstraße. Diese Station lädt zur Auseinandersetzung mit dem Thema „Befreiung von Wachstumszwang und Gier“ ein. Macht uns dieses „Schneller, höher, weiter“ wirklich glücklich oder stellt es für uns einen Zwang dar? Können wir uns diesen Lebensstil eigentlich leisten? Was bleibt dann von unserer Welt?

Die fünfte und letzte Station bildet dann die hl. Messe am Misereorsonntag. Dort soll überlegt werden, wir wir als Kirchengemeinde gegensteuern können.

Papst Franziskus schreibt in seiner Enzyklika ‚Laudato Si’‘

„Wenn wir berücksichtigen, dass der Mensch auch ein Geschöpf dieser Welt ist, das ein Recht auf Leben und Glück hat und das außerdem eine ganz besondere Würde besitzt, können wir es nicht unterlassen, die Auswirkungen der Umweltzerstörung, des aktuellen Entwicklungsmodells und der Wegwerfkultur auf das menschliche Leben zu betrachten“.

Wir laden alle Interessierten ein, sich auf den Weg zu machen, und über einen befreienden Lebensstil nachzudenken.